
Wir dachten uns, es sei an der Zeit, ein komplettes Feature über unsere Lieblingsgilde zu machen, um eine zusammenfassende Übersicht darüber zu bekommen, worum es in der Gilde geht, wofür sie steht und wie sie zu der Gilde wurde, die sie jetzt ist. Ein Glück für uns, dass Mek seit der Gründung dabei ist (mit einigen beachtlichen Pausen!) und er sich damit einverstanden erklärt, uns über einige weniger bekannte Fakten und darüber, was jetzt in der Gilde abgeht, in Kenntnis zu setzen. Ekyu hat uns einige Screenshots von damals zur Verfügung gestellt.

Lasst uns mit etwas Geschichte beginnen. Der Zusammenschluss (Anm. d. übersetzers: der Gilden Nihilum und SKGaming) zu Beginn von WotLK war ein bekanntes Ereignis, die Details drumherum, die Eingliederung von Gilden, usw. waren es nicht. Das wäre also ein guter Anfang!
Also, bei SK waren wir mit unserem Verhältnis zum Unternehmen nicht ganz zufrieden und wir hatten uns für SK um einige neue Investitionen bemüht, welche auf unserem derzeitigen PvE-Progress beruhten. SK wollte aber den Fokus nicht auf's PvE legen, also haben wir mit den Investoren gesprochen, die dann entschieden haben, dass die Unterstützung eines neuen Projektes interessanter wäre. Wir wollten eine wirklich tolle Website machen, hatten aber den Eindruck, dass es mit Nihilum aufgrund von Unstimmigkeiten innerhalb der Community schwierig werden würde. Infolgedessen haben Mackzter und ich uns an Nessaj und Kungen gewandt und über eine Fusion gesprochen. Und so ging die ganze Sache los.
Die ersten paar Monate der Gilde waren ziemlich heftig, weil sich gut 46 Mitglieder um 25 Raidspots geprügelt haben und viele wirklich gute Spieler auf der Bank saßen. Mit der Zeit wurden die schwache Spieler aussortiert und am Ende hatten wir ein starkes Roster für Ulduar. Es lief sehr gut und ich für meinen Teil halte Mimiron für das Highligt, weil wir ihn lange vor jeder anderen Gilde gelegt haben und im Vergleich zu allen anderen Bossen vor dem Nerf ein hoher persönlicher Skill nötig war. Es war aber irgendwie ein komisches Umfeld und es hat einige Zeit gedauert, um sich daran zu gewöhnen, wie die Gilde für viele laufen wird und wie man die Bedürfnisse beider Seiten unter einen Hut bekommt. Es hat glaube ich 6 Monate gedauert, um sich als eine Gilde und nicht wie zwei Gilden zu fühlen.

Nach anfänglicher Dominanz änderten sich die Dinge in ICC und PdK. Warum habt Ihr Platz 1 eingebüßt?
Kurz gesagt hatte das Try-Limit-System einen großen negativen Effekt auf die Gilde. Viele unserer besten Leute spielen das Spiel, um Hardcore zu sein. Es war ziemlich frustrierend, drei Tries an einem Boss zu machen, anstatt konstante Versuche. Ich glaube, wir sind zu sehr durchgerushed und haben Versuche verschwendet, ohne bestimmte Dinge genau zu durchdenken. Viele unserer besten Spieler waren demotiviert und das führte zu einem negativen Raidumfeld, was wiederum ernste Auswirkungen auf die Qualität unserer Raids hatte.

Im ersten Tier von Cataclysm haben sich die Dinge nicht wirklich verbessert. Obwohl du selbst nicht dabei warst: Was waren die Hauptgründe?
Naja, jetzt haben sich die Probleme geändert. Wir hatten vorher ein sehr starkes Roster, aber keine motivierten Spieler. Und jetzt hatten wir viele neue motivierte Spieler, aber das Skill-Level war nicht hoch genug. Wir fanden keine Bewerber, die gut genug waren und wir waren gelegentlich auf ältere Mitglieder angewiesen, die aber nicht die nötige Zeit investieren konnten. Wir haben nicht mal annähernd soviel geraidet, wie wir hätten sollen. In Kombination mit einer vom Spiel gelangweilten Führung führte all das dazu, dass wir auf Platz 3 oder 4 oder wo auch immer landeten!
Ich bin zum Ende des Progresses wieder eingestiegen und ein paar Monate später haben Mackzter und Kungen aufgehört, um mir erneut die Gilde zu überlassen. Wir hatten nicht sehr viel Zeit zum Versuchen und um Probleme zu beseitigen, aber wir haben unser Bestes gegeben und ganz ehrlich: Ich finde, wir haben uns in Anbetracht dessen in den Feuerlanden ziemlich gut geschlagen.


Wie denkst du darüber, dass das Progress-Rennen dieses mal sehr viel kürzer war, speziell um die ersten 6 Bosse?
Ich find's gut, weil das bedeutet, dass WoW etwas weniger Einfluss auf das RL nimmt. Ich habe jetzt viel mehr RL-Verpflichtungen als zu früheren Tier-Zeiten und das muss alles im Progress zurückstecken. Ich glaube, die meisten Spieler würden sagen, dass es gut so ist, weil 24/7-Raiding extrem anstrengend ist und wenn man sich T11 anguckt, waren die Leute in den Topgilden am Ende quasi tot.
Denkst du, Ihr habt in dieser Tierphase eine bessere Leistung erbracht, als in vorherigen. von den Rängen mal abgesehen?
Ich denke mit dem Roster, das wir hatten, haben wir uns ganz gut geschlagen. Wir haben viel geraidet und haben auf dem Weg nur wenig strategische Fehler gemacht. Ich glaube, wir haben genau so viele in den letzten zwei Tierphasen gemacht, was mich ehrlich gesagt überrascht hat, weil wir, vor allem in ICC, ein besseres Roster hatten. Es war auch schwer, weil von den ursprünglichen SK/Ensidia-Gildenleitern nur noch ich übrig war und die Leute, die die Gilde mit mir leiteten, vorher noch nie so viel Verantwortung hatten. Ich finde, sie haben unter diesen Umständen einen verdammt guten Job gemacht. Also würde ich sagen, dass wir als Gilde sehr gut dabei waren, uns als Einzelne jedoch noch sehr verbessern müssen, um wieder auf Platz 1 zu gelangen.
Das Ding ist, dass Gilden mit ihren Rostern durch Phasen gehen. Ich kann einige gute Beispiele nennen, um meinen Standpunkt klar zu machen. Sehr gute Roster tendieren dazu, einen optimalen Punkt zu erreichen und es geht nur darum, wie lange du an dieser Gruppe von Leuten festhalten kannst. Nihilum hat diesen Punkt während des TBC-Contents erreicht. Und während Sunwell hat sie sich immer weiter von diesem Punkt entfernt. Bei SK war es das Gegenteil. Die haben einen sweet spot in Sunwell erreicht. Ensidia hatte ihn in der ersten Hälfte von WotLK und als die Topleute anfingen, aufzuhören und demotiviert zu sein, wurde das Roster immer schlechter und die Gilde stieg in den Rankings ab. Method war am Ende von WotLK ein totales Durcheinander und durch gutes Recruitment machen sie sich wieder ganz gut und das wird sicherlich noch eine Weile so bleiben. Paragon hat ihren idealen Punkt erreicht, als die 10-Mann-Gilde Underground Kosmanauts (keine Ahnung, wie man das buchstabiert) am Ende von Ulduar zu ihnen gestoßen ist. Ich bin mir fast sicher, dass sie ihr Ranking beibehalten, bis einige von ihrem derzeitigen Roster aufhören oder andere Gilden es schaffen, ein extrem starkes Roster zusammenstellen..
Mit Ensidia befinden wir uns derzeit im Umbaumodus, wie ihn z.B. Method vor einem Jahr durchmachen musste. Es gibt gute Sachen an der Gilde, insbesondere die Motivation und eine strukturiertere Gildenführung. Wir haben mit Manaflask und anderen Sponsoren sehr starken Rückhalt. Wir haben einige tolle Spieler, aber wir brauchen auch gute neue Spieler, die uns dabei helfen, unsere alte Stärke zurück zu gewinnen. Es ist einfach ein Kreislauf, den alle Teams in jedem Spiel / Sport durchlaufen und die Dinge werden sich immer ändern. Ich find's ziemlich lustig, dass die Leute so flamend und becheuert werden, wenn's um all diese Dinge geht, obwohl recht offensichtlich ist, wie es läuft. Das ist ein Hauptgrund, weshalb ich mich aus jeglicher öffentlicher Diskussion raushalte. Ich denke, dass viele Leute (sogar einige, die mal bei Ensidia waren) viel zu flamend und großspurig sind. Man muss daran denken, dass man eines Tages immer am anderen Ende von allem stehen wird. Ich finde es sehr wichtig, alle Dinge so professionell wie möglich zu betreiben und ein bisschen Anerkennung zu bekommen.
War das Raidtempo bei T 11 in Bezug auf die Raidstunden pro Tag besser, schlechter oder gleich?
Wir haben zumindest viel mehr geraidet als bei T 11. Wir hatten allerdings zum Ende hin ein wenig Stillstand, weil wir für Ragnaros das perfekte Setup zusammenstellen wollten. Ich denke, dass viele Gilden da vielleicht ähnliche Probleme hatten. Ich glaube, wir hatten vielleicht Probleme mit den Tries pro Stunde, die wir gemacht haben, aber wir haben das erkannt und werden das im nächsten Progress besser machen.
Wie würdest du die Instanzen im Vergleich zu den bisherigen ingesamt bewerten?
Vielleicht sag ich das doppelt, aber meiner Meinung nach sieht die Reihenfolge in etwa so aus: Sunwell > Ulduar > BT > Feuerlande. Das ist vielleicht nicht perfekt, aber es ist recht schwierig, da eine Rangfolge zu machen!
Wenn du ein oder zwei Sachen an den Feuerlanden ändern könntest, welche wären das?
Eigentlich würde ich nicht viel ändern. Ich finde, es ist die beste Instanz, die Blizzard seit Langem rausgebracht hat. Sie war nicht verbugged und die Bosse waren vor dem Nerf ganz gut abgestimmt. Die vorherigen Bosse hätten allerdings etwas schwieriger sein können.
In welchem Ausmaß verfolgst du, was andere Gilden machen und wie beeinflusst dich das?
Ein bisschen muss man das schon tun, schätze ich. Wir haben offensichtlich gesehen, dass Paragon am Anfang viele Moonkins bei Ragnaros dabei hatte, aber das hatten wir eh vor. Ich glaube, viele Gilden versuchen, mit ihrem Setup zu trollen. Und das macht es schwierig, da etwas hinein zu interpretieren. Ich habe mich dieses mal bemüht, mich so gut es geht auf unser eigenes Spiel zu konzentrieren und ich finde, wir haben uns strategiemäßig speziell bei Ragnaros sehr gut geschlagen.
Was war die absurdeste Strategie, die ihr an einem der Bosse probiert habt?
Ich weiß jetzt zwar nicht, ob das als lächerlich gilt, aber wir hatten für Baleroc die Idee, dass man nur zwei Spieler pro Splitter nimmt, die den Schaden abbekommen. Wenn ein Spieler einfach nur da steht und der andere sich zu bestimmten Zeiten vor und zurück bewegt, kann man diese 2 heilen und hat somit nur vier Spieler, die jemals mit dem "Gequält"-Debuff, den man nach dem Tanken des Splitters erhält, in Berührung kommen. Unglücklicherweise ist es ziemlich schwer, das perfekt auszuführen und man bekommt nicht genug Stacks, um den Tank zu heilen. An andere absurde Taktiken kann ich mich jetzt nicht erinnern.
Was war der lustigste Whisper, den du während des Progresses erhalten hast?
Das war wohl etwas von Munken, wo es um sexuell unpassende Dinge ging, die er während der Tries gemacht hat. Wenn du die Feuerlande meinst, kann ich mich nicht wirklich an etwas Nennenswertes erinnern!

Jetzt wird's Zeit für ein paar Fragen über Ragnaros.
Wie denkst du, wurde die Schwierigkeit im Allgemeinen und in Bezug auf andere Feuerlandbosse gehandhabt?
IIch denke, es war perfekt. Er war genau so schwer, wie er hätte sein sollen. Ich bin der Meinung, skillmäßig gab's da schwerere Bosse , aber die DPS Anforderungen waren hart für das Gear, was wir hatten. Es ist nichts anderes als ein Ausdauerkampf, weil er einfach zu lange dauert. Es gibt soviel Zeit, in der man kleine Fehler machen kann und es war schwer, in der letzten Phase genug Zeit zum Üben zu haben, weil soviele Tries in den ersten 8 Minuten oder so vergeigt wurden. Wenn man unser Ulduar-Roster (vielleicht mit einigen erstklassigen Spielern, die wir jetzt haben) genommen hätte, hätte er allerdings ziemlich schnell liegen sollen.
Ich denke, die anderen Bosse hätten ein bisschen schwerer sein können, aber es stört mich nicht wirklich, weil sich eh niemand um Bosse gekümmert hat, die nicht der Endboss waren. M'uru und Mimiron sind wohl die einzigen, die mir da in den Sinn kommen.
Wie bewertest du ihn im Vergleich zu anderen Bossen der WOW-Geschichte, speziell Enbossen?
Ich finde, er ist gut designed. Es hat eine epische Atmosphäre, die bei vorherigen Bossen gefehlt hat. Das große Problem ist allerdings, dass es im Endeffekt recycelter Content ist. Wenn man nicht gerade bei Paragon spielt, bezweifle ich ernsthaft, dass man an diesem Ragnaros mehr Spaß hat, als an dem ersten.
Ich fand es außerdem gut, dass er auf dem PTR nicht getestet wurde. Ich habe im Allgemeinen schon das Gefühl, dass die Feuerlande genau so gut eine Ein-Boss-Instanz hätten sein können. Aber so viel Spaß hat er auch nicht gemacht, weil es wirklich langweilig ist, die erste Phase immer und immer wieder zu machen. Der epische Teil des Kampfes fängt nämlich erst viel später an. Ich denke, er ist sicherlich der beste Boss, den Blizzard in dieser Erweiterung designed hat, aber TBC ist sicherlich mit Abstand immernoch die beste Erweiterung.
Ingesamt würde ich ihn vor jedem T 9 / 10 / 11 Boss einordnen, weil Tier 11 total schlecht war und T 9 / 10 durch die begrenzten Versuche meiner Meinung lächerlich waren. Ulduar und Sunwell sind besser als die Feuerlande insgesamt, aber Ragnaros an sich ist auf einem ähnlichen Level, wenn man ihn als ein komplett neues Konzept betrachtet.
Was war der Schlüssel, um ihn endlich doch zu legen? War es ein entscheidendes Teil Strategie / Positionierung, den ihr am Ende rausgefunden habt oder war es einfach eine Sache von Klicken, günstige rng und dass jeder perfekt spielt?
Gut spielende Leute. Unser Roster war im Vergleich zu den vorherigen Jahren ziemlich schwach und einige Leute hatten wirklich mit persönlichen Skillproblemen zu kämpfen. Wir hatten eigentlich eine sehr gute Strategie und waren ganz klar an zweiter Stellen, haben danach aber ziemlich übel wegen persönlichen Fehlern versagt.
Denkst du, es wäre für Blizzard möglich gewesen, alle 7, oder zumindest mehr Bosse, so schwer zu machen, wie Ragnaros?
Wenn sie das gemacht hätten, wäre es ein ziemlich langer Progress geworden und viele Gilden hätten sich wegen fehlendem Progress aufgelöst. Vielleicht wäre es schwierigkeitsmäßig okay gewesen, Domo ein wenig schwerer zu machen und Baelroc nicht zu nerfen. Wie ich aber bereits gesagt habe, ist es aber nur der Endboss, auf den es ankommt.
Was denkst du, ist einzigartig an der Gilde, was hebt sie von anderen ab?
I think the strength has always been a good social side. Ich denke, die Stärke war immer eine gute soziale Seite. Wir hatten bisher nur zwei oder drei Spieler, die die Gilde verlassen und sich einer anderen Gilde angeschlossen haben. Und diese waren auch nur kurz in der Gilde. Ich glaube, es ist wichtig, dass man Spaß in der Gilde hat, in der man spielt und dass man zu den anderen Mitgliedern eine enge Bindung aufbaut, weil man so viel Zeit damit verbringt, miteinander zu spielen.
Wie hoch denkst sollte die für das Raiden aufgewendete Zeit sein, wenn man bedenkt, dass sie in Cataclysm aufgrund der ganzen Twinks etc. merklich gestiegen ist?
Ich finde, Twinks sind wichtig und mir persönlich macht es Spaß, sie zu spielen. Es ist jetzt ein großer Teil des Spiels geworden, weil man Alternativen haben muss. Wenn man zum Beispiel auf Ulduarzeiten zurückblickt, hätte man vielleicht Gilden gehabt, die 5 oder mehr Feraldruiden bei einem Boss genutzt haben, weil sie so stark waren, aber die meisten Gilden haben damals nur ein oder zwei genutzt. Es ist einfach eine anderen Entwicklung des Spiels und wenn man dabei bleiben will, muss man sich anpassen. Paragon hat das sehr gut gehandhabt, weil sie einiges an Twinks bei Top Kills mitgenommen haben und ich denke, sie haben in der Beziehung einen "neuen Weg geebnet". Ich glaube, die neue Struktur, die wir in der Gilde haben, um damit umzugehen, deckt hier jeglichen Bedarf für die Zukunft ab. .
Was den zeitlichen Aspekt angeht, naja, wenn du motiviert bist, sollten World Firsts eigentlich keine große Sache sein. Es ist wie mit allem: Es braucht viel Zeit am Anfang aber wenn die Sache erstmal unter Dach und Fach ist, braucht es eigentlich keinen großen Zeiteinsatz, besonders für eine so kurze Instanz wie die Feuerlande.

Exploits.
Also darüber will eigentlich niemand sprechen, aber was sind deine Gedanken zu dem Thema? Was genau IST ein Exploit? Welche Dinge in diesem bestimmten Tier haben die Grenze zwischen "kreativer Nutzung der Spielmechanik" und einem direkten Exploit überschritten? Gab es für dich während des Rennens irgendeine Zwickmühle, ob du eine bestimmte Taktik nutzen sollst, weil du nicht wusstest, ob es sich um einen Exploit handelt?
Das ist die große Frage. Ich denke, das Problem ist, dass niemand in einheitlich etwas durchsetzt. Manchmal wird in sehr ähnlich gelagerten Fällen etwas unternommen, manchmal nicht. Wie zum Beispiel das Drama mit den Saronitbomben. Ich weiß, dass Blizzard die Logs gesehen hat und dass sie wussten, dass wir keinen blassen Schimmer hatten, was das ausgelöst hatte. Ich habe auch gehört, dass der Ban von einer einzelnen Person initiiert wurde und dass die meisten Leute es nicht für einen bannwürdigen Verstoß gehalten haben. Das mag zwar stimmen oder auch nicht, aber wenn man das mit vielen anderen Dingen, die passiert sind, vergleicht, fehlt da die Einheitlichkeit.
Damit meine ich zum Beispiel, dass Paragon die Adds bei Anub perma-gestunned hat oder das Chaos bei Atramedes. Das sind beides Dinge, wo ein Kernelement des Kampfes, welches ihn schwer macht, durch etwas ausgehebelt wird, was nicht vorgesehen ist. Ich finde, wenn man Dinge absichtlich macht, ist das ein bannwürdiger Verstoß. Es gibt noch viele andere Beispiele, aber wenn es niemanden gibt, der das genau überwacht, wird es immer ein Durcheinander sein. Wir hätten den Lichking heroisch eigentlich sehr früh besiegen können, weil wir einen Exploit herausgefunden haben. Aber wir haben es nicht getan, also denke ich, dass man schon weiß, wann man etwas falsch macht und wann nicht. Es hängt alles von dir ab, ob du es riskieren willst oder nicht.
Ich weiß nicht, aber ich will da nicht viel drüber schreiben. Es ist eine massive Grauzone, die niemals beseitigt werden wird.
Kurze Fragen:
- Loot
Ich schätze, Randomloot ist für einige sehr nett, weil er einen gewissen Glücksspielcharakter hat. Man ist froh, wenn das droppt, was man haben will. Persönlich finde ich, das jeder Boss einfach ein unbestimmtes Token droppen sollte, was man bei einem Instanzenhändler gegen irgendein Item, was man gerne haben möchte, eintauschen kann. Das würde dazu führen, dass Gilden, gemessen an ihrem Progress, das selbe Level an Loot haben. Das ist besser, als wenn der Hauptfaktor Glück ist. Wenn man zum Beispiel während der ersten Wochen vom Progress keine Waffe oder Tankgear bekommt, wird zu einem ernsthaften Problem.
-- Klassen und Balance
Restoschamanen wurden über die Jahre so schlecht behandelt, dass ich es einfach unglaublich finde, dass Blizzard da so wenig getan hat. Jede Topgilde weiß, dass sie furchtbar sind und niemand verwendet sie für etwas Schwieriges. Ich musste mit dem Ende von Sunwell auf Ele wechseln. An alle Schamanen da draußen, die immer noch spielen (Hi Barrel <3): Ich bewundere Eure Ausdauer, aber ich habe es jetzt aufgegeben und rerollt. Das soll vielleicht heißen, dass sie jetzt ziemlich gebuffed werden!
- Lore
Ich weiß nicht viel über Lore. Das meiste Wissen habe ich mir durch das Spielen von Warcraft 1/2/3 RTS angeeignet. Ja, ich bin viel zu alt. Ich würde daran jetzt auch nicht wirklich etwas ändern, denn es beeinflusst mich nicht.
- Neue Questgebiete
Ich bevorzuge lineares Questen, weil man weniger denken muss und es generell nett ist, wenn man einfach nur per Autopilot leveln und das als erledigt abhaken kann.
- Alte Questgebiete
Nochmal, mir ist das ziemlich egal, aber das Hauptärgernis ist einfach, wenn dir die Quests ausgehen und du in den Anfangstagen mit dem Grinden oder Ähnlichem anfangen musst.
Lieblings-...!
- Raidinstanzen
zweifellos Sunwell
- Bossbegegnungen
M'uru, mit ein bisschen Vorsprung vor Mimiron

- Erweiterung
TBC, die müssen echt noch ein neues TBC machen.
- Tier Set Design(s)
Das Kriegerset im BT fand ich wirklich nett. Von den Schamanensets hat mich keins vom Hocker gehauen. Allerdings war es eine Erleichterung, wenn man statt einem Kilt als eine Hose hatte!
- Neue Features
25-Mann-Raids sind natürlich besser als 40er oder 10er. Ich finde, das Schlimmste war die Einführung von Normal- und Hardmodes sowie das Try Limit System. Es sollte nur einen Schwierigkeitsgrad geben und man nerft den Content immer wieder ein bisschen, nachdem die ersten 100 Gilden ihn abgeschlossen haben. Das größte Problem ist, dass es unter den Spielern nichts Episches mehr gibt. Früher wär man an einem Spieler vorbeigelaufen, der komplett episch ausgestattet ist und allein das hätte ihn zu Gott gemacht. Jetzt sieht jeder gleich aus und jeder kommt an Gear. Es ist sehr schwer, seinen Charakter auf irgendeine Weise einzigartig zu machen.
WoW ist einfach kein PvP-Spiel. Man sollte einfach Starcraft oder Quake spielen, wenn man PvP betreiben will.
- 5-Spieler-Dungeons
Die Heroes zu Beginn von TBC waren episch. Ich bezweifle, dass 5-Mann-Instanzen jemals wieder so gut werden. Sie für Raiditems zu bestreiten, ist wirklich schlecht für das Spiel.
- Game(s) neben WoW
Starcraft 2 ist das einzige Spiel, dass ich im Moment spiele. Mir macht es auch Spaß, zuzugucken, wenn ich die Chance dazu bekomme. Ich habe vor WoW 8 Jahre lang Quake gespielt. Andere MMOs habe ich nicht gespielt.
In Bezug auf Casuals and Hard-corers (es ist ein Wort), denkst du, dass Blizzard einen guten Job macht, um beide Seiten zu bedienen?
Wenn du beide Seiten bedienen willst, musst du Content schaffen, der speziell für beide Seiten abgestimmt ist. Im Moment gibt es einfach nur zwei Versionen des selben Contents. Das schafft eine Welt, die außer dem Wettkampfgedanken keinen Gewinn für's Harcore-sein bringt.
Schlussendlich, denkst du, dass wir in der richtigen Richtung sind, in Bezug auf Top-End-Raiding, auf Seinten Blizzard's und der Gilde?
Ich denke, dass die Gilde natürlich mit dem Versuch des Wiederaufbaus einen guten Job macht. Man muss sich seiner Schwächen bewusst werden und sich in diesem Punkt verbessern, anstatt auf etwas herumzureiten. Ich denke nicht, dass wir sofort wieder Rang 1 erreichen, aber ich denke, dass wir uns ab diesem Punkt stetig verbessern werden und ich freue mich darauf, neue, unerkannte Talente zu sehen, die in unsere Gilde kommen.
Für Blizzard sind die Feuerlande auf jeden Fall eine riesige Verbesserung. Wir müssen das PTR testing durchgehend etwas abschwächen und versuchen, den Abstand zwischen Hardcore und Casual etwas zu vergrößern. Der Gewinn, den wir für den Umfang, den wir spielen, erhalten, ist nicht genug. Im Moment spielen die Leute eher für WoW-Progress als für die Belohnungen, die das Spiel ihnen eigentlich bietet. Und das finde ich eigentlich recht traurig.


